Horologius
Der Uhrmacherlehrling
Als 1648 die bemalten Figuren erstmals in den Turm eingesetzt wurden, behielt man einen zwölfjährigen Sachsenknaben, um ihre Gelenke zu ölen. Er stieg die Leitern vor der Morgendämmerung hinauf, vor den Glocken, mit einem kleinen Tonkrüglein aus Leinöl und Talg, und hörte, wie die Zahnräder in seinen Händen warm wurden. Man sagte, die Figuren hielten nur deshalb die Zeit, weil der Knabe es noch tat, jeden Morgen, auch an Festtagen, wenn seine Mutter ihn bat zu ruhen.

















